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Folge 3285:02 Min.

Konzentration im Aktienindex: Risiko durch KI-Zyklus

Eine Handvoll Unternehmen dominiert den US-Aktienmarkt, stark getrieben von KI-Investitionen. Indexfonds suggerieren Diversifikation, doch die größten Positionen hängen am selben Investitionszyklus. Ein Rückgang bei KI-Investitionen könnte Gewinne und Marktstabilität gefährden. Anleger sollten ihre tatsächliche Beteiligung prüfen und alternative Indizes erwägen. Transparenz über Kreisverkehr und Gewichtung ist entscheidend.

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Zwei Stimmen aus dem Archiv des Online Media Network.

Stell dir vor: Du kaufst einen Indexfonds, denkst an breite Streuung, und am Ende setzt du alles auf eine Handvoll Unternehmen. Klingt verrückt, oder?

Total! Ich bin auch immer wieder überrascht, wie konzentriert viele Indizes heute wirklich sind. Für viele Anleger bedeutet das: Sie besitzen de facto mehrfach dieselben Tech-Giganten. Heute gehen wir genau diesem Phänomen auf den Grund.

Wir klären, wie diese Konzentration entstanden ist, warum sie so riskant sein kann und woran man das überhaupt erkennt.

Und wir zeigen, wie Kreisläufe zwischen Unternehmen die Zahlen verzerren, welche Warnsignale es gibt und wie man praktisch besser diversifizieren kann. Lass uns direkt reinstarten!

Mir fällt auf, dass Indexfonds heute mit dem Versprechen von Streuung verkauft werden. Aber wenn die zehn größten Unternehmen ein Drittel des Index ausmachen, ist das doch gar nicht mehr so divers.

Genau, das liegt an der Gewichtung nach Marktkapitalisierung. Wer an der Börse stark wächst, bekommt automatisch immer mehr Gewicht, und das verstärkt sich durch die vielen passiven Zuflüsse.

Das ist fast wie ein Selbstläufer: Gewinner ziehen noch mehr Geld an, werden immer größer, und plötzlich hängt alles an wenigen Firmen.

Und diesmal, anders als 1999, sind diese Top-Unternehmen wirklich profitabel und haben jede Menge Cash. Das macht viele Anleger zusätzlich sorglos.

Aber was viele übersehen: Diese Unternehmen hängen nicht nur zufällig im Index zusammen, sondern sind in einer regelrechten KI-Kette miteinander verknüpft.

Spannend ist, wie sie sich gegenseitig antreiben: Ein Chiphersteller verkauft an Cloud-Anbieter, die wiederum KI-Dienste an ihre Kunden weiterreichen. Und manche investieren sogar direkt in ihre eigenen Kunden.

Das heißt: Wenn an einem Ende die KI-Erlöse schwächeln, zieht das automatisch alle anderen mit nach unten. Das macht die ganze Kette anfällig für Enttäuschungen.

Und es ist oft gar nicht so transparent, wie viel echtes Wachstum dahintersteckt und wie viel einfach nur durch solche Zirkulationen erzeugt wird.

Da passt das Schlagwort ‚Kreisverkehr beim Umsatz‘ perfekt. Denn manchmal investiert ein Chiphersteller in ein KI-Startup, das dann wiederum für Millionen bei ihm einkauft.

Volltreffer! Und bei Cloud-Anbietern läuft es ähnlich: Sie nehmen Anteile an neuen Firmen und bekommen im Gegenzug feste Cloud-Buchungen, die dann sofort als Umsatz gemeldet werden. Das bläht die Zahlen künstlich auf.

Das ist zwar formal zulässig, aber es zeigt, wie schwer es ist, den echten Nachfrage-Kern zu erkennen.

Und Anleger sehen selten, wie groß dieser Anteil ist, die Offenlegung ist eher dürftig. Das macht die Einschätzung der Risiken noch schwieriger.

Wenn wir über Risiken sprechen: Es reicht eben nicht, auf ein schwaches Quartal zu schauen. Kritisch wird es, falls das Wachstum bei KI-Investitionen nachhaltig abkühlt.

Oder wenn sich herausstellt, dass viele KI-Anwendungen auch auf deutlich günstigeren Chips laufen. Dann wären die hochprofitablen Kreisläufe plötzlich viel weniger wertvoll.

Und nicht zu vergessen: Die Konzentration auf wenige Lieferanten in der Chipproduktion ist ein echtes Klumpenrisiko. Da reicht eine Störung, und schon hängt der gesamte Index.

Genau deshalb lohnt es sich, die Frühindikatoren der großen Cloud-Betreiber und die Abschreibungsdauern ihrer Hardware im Blick zu behalten, das sind oft die ersten Warnzeichen.

Jetzt mal ganz praktisch: Wer einen Welt-ETF, einen Technologiefonds und vielleicht noch Aktien eines Chipherstellers besitzt, hat oft dreimal dasselbe Geschäft im Depot.

Genau, darum lohnt es sich, die Top-10-Positionen in jedem Fonds nachzuschlagen. Da erlebt manch einer eine große Überraschung, wie häufig sich Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Nvidia wiederholen.

Weniger konzentriert ist man z.B. mit gleichgewichteten Indizes oder Fonds ohne große Tech-Anteile. Die hatten zwar ein schwaches Jahrzehnt, sind aber gerade deshalb günstiger.

Und man kann gezielt andere Regionen oder Anlageklassen beimischen, die weniger mit den US-Tech-Giganten korrelieren. Das bringt echte Diversifikation zurück.

Lass uns unser Gespräch abrunden: Erstens, viele Indexfonds sind weit weniger breit gestreut als gedacht. Zweitens, KI und passive Zuflüsse verstärken die Konzentration massiv. Drittens, Umsatz-Kreisläufe machen es schwer, echte Nachfrage zu erkennen.

Wer jetzt handeln will, sollte als ersten Schritt wirklich nachschauen, wie hoch der Anteil der Top-10 in seinen Fonds ist, und ob sich dieselben Unternehmen mehrfach im Depot finden.

Kleiner Tipp: Im Zweifel helfen gleichgewichtete Indizes oder Fonds fernab der großen Tech-Werte, um Klumpenrisiken zu reduzieren.

Danke fürs Zuhören! Bleibt neugierig, informiert euch regelmäßig über die Zusammensetzung eurer Investments, und bis zum nächsten Mal!

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